LK Programm

Beim LK Programm präsentiert jede Turnerin eine eigene Kür-Übung an den drei Geräten Schwebebalken, Stuffenbarren und Boden. Am Sprung kann die Turnerin auch frei wählen welchen Sprung sie zeigt. Am Sprung ist jeder Turnerin erlaubt 2 Sprungversuche auszuführen. Der beste Versuch bleibt als Sprungwertung bestehen.

Die Anforderungen am Sprung sind einfach: maximale Anlauflänge ist 25 Meter, Sprungtischhöhe ist zwischen 1 Meter 10 cm in der LK4 und 1 Meter 25 cm in LK2/LK1. Alle Sprünge müssen über den Sprungtisch geturnt werden.

Für die Übungen am Stufenbarren, Schwebebalken und Boden in der Kür Stufen LK1-LK4 sind diverse Vorschriften und Anforderungen vorgesehen. Festgelegt ist zum Beispiel die minimale Anzahl von Elemeten, welche die Turnerin in der Übung zeigen sollte. Das sind je nach LK Stufe 6 bis 8 verschiedene Elemente. Zu den Elementen zählen akrobatische Elemente, wie z.B. Rolle, Rad, Salto, usw. und gymnastische Elemente, wie z.B. Standwaage, Drehungen, Sprünge, usw. Die Elemente in der Übung können frei gewählt werden (je nach Neigung der Turnerin). Außer den Elementen bestehen die Übungen am Boden und Balken aus der Choreographie (Schritten, Posen, usw.)

Der Schwierigkeitsgrad der Übung:

  • besteht aus dem Schwierigkeitswert der gezeigten Elemente:

Alle Elemente  im Turnen sind nach Schwierigkeitsgrad in Gruppen eingeteilt: von den einfachsten wie Rolle, Kopfstand, Strecksprung bis zu Doppelsalto & Co.

Die einfachsten Elemente sind „Turnerische Elemente“. Diese werden mit 0,0 Punkten pro Element in der Übungswertung gerechnet. Beispiele: Strecksprung oder Standwaage am Boden, Schwebesitz am Balken, Rückschwung oder Hüftabzug am Barren usw.

Die nächste Stufe sind  „Nationale Elemente“ – diese sind in den offiziellen Listen des DTB festgelegt. Diese Elemente werden mit 0,05 Punkten pro Element in der Übung belohnt.

Weitere Elemente sind im Regelwerk der Internationalen Gymnastischen Föderation in die Gruppen  A (0,1 Punkte pro Element), B (0,2 Punkte pro Element), C, D, E, F, G eingeteilt.  Zum Beispiel ein Salto am Boden ist ein „A“ Element und ein Doppelsalto rückwärts am Boden ist ein „D“ Element.

  • und der Erfüllung von Übungsanforderungen

Im Kür Programm soll die Übung an jedem Gerät außer einer bestimmten Anzahl von Elementen noch 5 Anforderungen erfüllen. Die Anforderungen sind mit jeweils 0,5 Punkten in der Wertung belohnt (also insgesamt +2,5 Punkte, wenn alle Anforderungen erfüllt sind).

Beispiele für Anforderungen an den Geräten:

  1. Halteelement, akrobatisches Element, Drehung am Balken
  2. Element vorwärts, Element rückwärts, Kippbewegung am Barren
  3. Akrobatisches Element, Verbindung von 2 gymnastischen Sprüngen am Boden

 

Ausführung

Jede Übung, die alle notwendigen Elemente aufweist, wird mit 10 Punkten für die Ausführung belohnt. Diese 10 Punkte werden der Turnerin komplett gegeben, wenn sie die Übung perfekt und ideal ausgeführt hat. Leider ist dies oft nicht der Fall. So wird jeder Fehler durch die Kampfrichter registriert und vom gesamten Ausführungswert von 10 Punkten abgezogen. Die sichtbaren Fehler, die jeder sehr gut erkennen kann, sind nicht gestreckte Beine, ungespannte Fußspitzen, gebeugte  Arme, Gleichgewichtsverlust usw. Außerdem gibt es auch technische Fehler, welche nicht immer von den Zuschauern bemerkt werden, z.B. Zwischenschwünge am Stuffenbarren – wenn die Turnerin im Stütz auf dem Barren mit den Beinen mehrmals hin und her pendelt ohne ein Element auszuführen. Wenn die Turnerin die Matte oder das Gerät mit dem Bein streift. Dies passiert häufig am Stuffenbarren oder Balken. Andere technische Fehler betreffen häufig die Körperausrichtung und Körperhaltung, die bei den meisten Turnelementen vorgeschrieben sind und  von den ungeübten Augen oft nicht bemerkt werden.

Eine Auswahl der Kür Übungen an allen Geräten findet ihr in dem Hauptnavigationsmenu Galerie.

Zurück